Die Polizei sagte, als sie das Salz testeten, es sei von billiger Qualität. (Dateifoto/repräsentativ) Übermäßiges Salz in Lebensmitteln und Getränken erhöht das Risiko für potenziell tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch mit und gab neue Richtlinien zur Begrenzung des Natriumgehalts heraus.
Schätzungsweise 11 Millionen Todesfälle weltweit werden jedes Jahr mit einer schlechten Ernährung in Verbindung gebracht, darunter 3 Millionen, die auf eine hohe Natriumaufnahme zurückzuführen sind, heißt es in einem Bericht. In vielen wohlhabenden Ländern und zunehmend in Ländern mit niedrigem Einkommen stammt ein erheblicher Anteil des Natriums in der Ernährung aus verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Getreide, verarbeitetem Fleisch und Milchprodukten einschließlich Käse, so die WHO.
schwarze flauschige Raupe mit roten Streifen
Natriumchlorid ist die chemische Bezeichnung für Salz und Natrium ist ein Mineral, das die Wassermenge im Körper reguliert.
Laut WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus müssen die Behörden Richtlinien zur Reduzierung der Salzaufnahme festlegen und den Menschen Informationen zur Verfügung stellen, um die richtigen Lebensmittelentscheidungen zu treffen.
Wir brauchen auch die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, um den Natriumgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu senken, sagte Tedros in einer Erklärung.
Die neuen WHO-Benchmarks für 64 Lebensmittel- und Getränkekategorien sollen die Gesundheitsbehörden in ihren 194 Mitgliedstaaten bei Gesprächen mit der Lebensmittel- und Getränkeindustrie anleiten.
Zum Beispiel sollten Kartoffelchips maximal 500 mg Natrium pro 100 g Portion, Pasteten und Gebäck bis zu 120 mg und verarbeitetes Fleisch bis zu 360 mg enthalten.
Blüte mit schwarzer Mitte und gelben Blütenblättern
Eine übermäßige Natriumaufnahme mit der Nahrung erhöht den Blutdruck und erhöht folglich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so die WHO.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache durch nicht übertragbare Krankheiten und für 32 % aller Todesfälle verantwortlich, teilte die WHO mit. Eine hohe Natriumaufnahme wird mit Fettleibigkeit, chronischen Nierenerkrankungen und Magenkrebs in Verbindung gebracht, hieß es. Die WHO empfiehlt, dass Menschen weniger als 5 g Salz (oder weniger als 2 g Natrium) pro Tag zu sich nehmen, heißt es weiter.
Das 2013 festgelegte globale Ziel lautet, die durchschnittliche Salzaufnahme der Bevölkerung bis 2025 um 30 % zu reduzieren, und fügte hinzu: Die Welt ist derzeit nicht auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen.