Erklärt: Das Geheimnis hinter Heißhunger auf Schokolade

Bestimmte Bestandteile der Nahrung verändern die neurochemischen Botenstoffe, die Neurotransmitter genannt werden, die bei der Gehirnfunktion und der Übertragung von Signalen zwischen Nervenzellen helfen.

Schokoladenkonsum erhöht die Freisetzung von Serotonin und Endorphinen in den Körper, die zusammen ein entspannendes und euphorisches Gefühl erzeugen.Schokoladenkonsum erhöht die Freisetzung von Serotonin und Endorphinen in den Körper, die zusammen ein entspannendes und euphorisches Gefühl erzeugen.

Der Zusammenhang zwischen Essen und Stimmung ist nicht neu. Menschen haben das Essen bestimmter Lebensmittel mit der Stimmung einer Person in Verbindung gebracht. Dies ist auch im Ayurveda seit langem etabliert. Die Forschung der letzten zwei Jahrzehnte hat ein vertieftes Verständnis der Gehirnchemie zusammen mit den Auswirkungen von Nahrungsmitteln auf das Verhalten und die psychische Gesundheit gebracht.



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Bestimmte Bestandteile der Nahrung verändern die neurochemischen Botenstoffe, die Neurotransmitter genannt werden, die bei der Gehirnfunktion und der Übertragung von Signalen zwischen Nervenzellen helfen. Zu den drei wichtigsten Neurotransmittern, die häufig mit Nahrungsmitteln in Verbindung gebracht werden, gehören Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Diese Neurotransmitter werden im Gehirn aus bestimmten Bestandteilen der Nahrung hergestellt.



Während Dopamin und Noradrenalin mit Wachsamkeit in Verbindung gebracht werden, wirkt Serotonin beruhigend, entspannend und wohltuend. Eine weitere Gruppe von „Wohlfühl-Neurotransmittern“ sind Endorphine. Diese wirken sich positiv auf Stimmung und Appetit aus, verringern Schmerzempfindlichkeit und Stress. Endorphine werden bei Hunger und längerem Training freigesetzt.



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Veränderungen in den Spiegeln dieser Neurotransmitter führen zu einer Veränderung der Stimmungen und des Geisteszustands. Kohlenhydratreiche Lebensmittel erhöhen die Produktion von Tryptophan, einer Vorstufe von Serotonin. Dies erklärt, warum sich Menschen oft nach kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln wie Süßigkeiten, Brot, Reis und Nudeln sehnen und diese als Komfort und beruhigende Lebensmittel suchen. Interessanterweise erklärt es auch die Schläfrigkeit, die nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit einsetzt. Tatsächlich geht die Wirkung über die Beruhigung hinaus. Es wurde vermutet, dass Serotonin eine Rolle bei der Appetitkontrolle spielt und das Essen hemmen kann. Wissenschaftliche Studien an Mensch und Tier haben gezeigt, dass Serotonin die Kalorienaufnahme reduziert, indem es den Hunger reduziert und das Sättigungsgefühl erhöht.



Schokoladenkonsum erhöht die Freisetzung von Serotonin und Endorphinen in den Körper, die zusammen ein entspannendes und euphorisches Gefühl erzeugen. Ein weiterer Grund, warum Schokolade zur Stimmungsaufhellung beiträgt, ist ihr Fett- und Phenylethylamingehalt. Fett und Phenylethylamin werden mit der Ausschüttung von Endorphinen in Verbindung gebracht und wie bereits erwähnt verbessert Zucker die Serotoninsekretion. Es ist also nicht verwunderlich, warum sich viele bei Depressionen nach Schokolade sehnen. Andere Faktoren in Lebensmitteln, die die Stimmung beeinflussen, sind Blutzuckerspiegel, Nährstoffmängel, giftige Schwermetalle und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Ein Abfall des Blutzuckers (Hypoglykämie) kann Reizbarkeit, Depression, Müdigkeit und Launenhaftigkeit verursachen.



Schwere chronische Mängel an Vitamin B6, B12, Folsäure, Thiamin, Niacin, Vitamin C und Magnesium können Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Demenz oder Schizophrenie verursachen. Ein Mangel an Mikronährstoffen wie Eisen, Kupfer, Zink und Antioxidantien beeinträchtigt die Neurotransmittersynthese. Forscher haben herausgefunden, dass ein unzureichender Magnesiumspiegel im Körper zu Schäden an den Nervenzellen des Gehirns führen kann, was zu Depressionen und Stimmungsstörungen führen kann. Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Gluten und Milchprotein Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Müdigkeit und sogar Schizophrenie auslösen können.

Autor ist klinischer Ernährungswissenschaftler und Gründer von http://www.theweightmonitor.com und Vollwertkost Indien



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