In der Akte: Yoga-Guru Prashant Iyengar über die Bedeutung von Yoga und das Geschäft von „Unyoga“

„Yoga beginnt nicht damit, Anweisungen im Yoga zu befolgen. Es beginnt, wenn Sie die Wahrheit des Lebens suchen.'

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Der Sohn des verstorbenen BKS Iyengar, Prashant S Iyengar, 67, ist Direktor des Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute in Pune. Er war letzte Woche in Delhi zum Auftakt des Internationalen Yoga-Festivals.



Auszüge aus einem Interview:



Ihr Vater, der verstorbene BKS Iyengar, war der Begründer des „Iyengar Yoga“-Stils. Du hast aber erst recht spät angefangen, Yoga zu praktizieren.



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Yoga war schon immer in meinem Haus und ich hatte immer die Sanskar (Werte), aber man muss warten, bis es Früchte trägt und das geschah erst, als ich 20 wurde. Yoga ist ein Adhyatamak (spirituelles) Thema, und als Praktizierender hast du in dein Gewissen einzutauchen, in den Kern deines kreativen Selbst.

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In einem Interview im Jahr 2005 sprachen Sie von „Unyoga“. Was wolltest du damit sagen?



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Es gibt drei Arten von Praktiken – Yoga, Nicht-Yoga und Unyoga. Nicht-Yoga ist etwas, das kein Yoga ist, aber Unyoga ist etwas, das gegen das Yoga-Prinzip verstößt. Heute ist Yoga ein kommerzielles Thema geworden; das Geschäft hat sich eingeschlichen. Jetzt gibt es Persönlichkeitskulte und Egokulte. Das ist kein Yoga, das ist un-yogisch. Diese un-yogischen Dinge werden und werden die Umwelt verderben.

Wie passt Yoga im heutigen schnelllebigen Leben in unseren vollen Terminkalender?



Yoga beginnt nicht damit, Anweisungen im Yoga zu befolgen. Es beginnt, wenn Sie die Wahrheit des Lebens suchen, damit Sie ein gutes Sanskar entwickeln. Heute leben wir in der Gegenwart und orientieren uns an Maya.



Sie spielen klassische Hindustani-Musik auf der Geige. Wie ist das passiert?

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1961-62 hatte ich ein Konzert von Yehudi Menuhin gehört. Es hat etwas in mir ausgelöst und ich beschloss, Geige zu lernen. Menuhin spielte westliche Musik, aber ich lernte klassische Hindustani.



Erzählen Sie uns von Ihrem neuen Buch.



Es ist ein ausführlicher Kommentar zum Patanjali-Yoga. Ich schreibe hauptsächlich für meine Studenten; fast 3.500 Seiten sind bereits fertig.