Männliche Kahlheit ist mit negativen gesundheitlichen Folgen verbunden. (Quelle: Thinkstock Images) Forscher haben in einer Studie mit über 52.000 Männern mehr als 200 genetische Marker identifiziert, die helfen können, die Wahrscheinlichkeit eines schweren Haarausfalls bei Männern vorherzusagen.
Männlicher Haarausfall kann erhebliche psychosoziale Auswirkungen haben und wurde phänotypisch mit negativen gesundheitlichen Folgen wie Prostatakrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Basierend auf dem Vorhandensein oder Fehlen bestimmter genetischer Marker haben die Forscher der University of Edinburgh in Großbritannien eine Formel entwickelt, um die Wahrscheinlichkeit vorherzusagen, dass eine Person eine Glatze bekommt.
Die Ergebnisse, die in PLOS Genetics veröffentlicht wurden, identifizierten 287 Gene, von denen viele mit der Haarstruktur und -entwicklung zusammenhängen, und könnten mögliche Ziele für die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Kahlheit oder verwandten Erkrankungen darstellen.
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Darüber hinaus zeigte die Studie im Einklang mit einer früheren Studie, jedoch mit viel größerer Präzision, dass ein erheblicher Anteil der individuellen Unterschiede in den Haarausfallmustern durch gemeinsame genetische Varianten sowohl auf den Autosomen als auch auf dem X-Chromosom – dem Gen für der Androgenrezeptor, der an das Hormon Testosteron bindet.
Wir haben Hunderte von neuen genetischen Signalen identifiziert. Es war interessant herauszufinden, dass viele der genetischen Signale für die männliche Kahlheit vom X-Chromosom stammten, das Männer von ihren Müttern erben, sagte Saskia Hagenaars, Doktorandin an der University of Edinburgh.
Wir sind noch weit davon entfernt, eine genaue Vorhersage des Haarausfallmusters einer Person zu treffen. Diese Ergebnisse bringen uns jedoch einen Schritt näher. Die Ergebnisse ebnen den Weg für ein besseres Verständnis der genetischen Ursachen von Haarausfall, ergänzt Riccardo Marioni von der University of Edinburgh.