Babys sind schlauer als man denkt: So gehen sie mit wütenden Erwachsenen um

Babys können schnell beurteilen, ob ein Erwachsener anfällig für Wut ist oder nicht, und können Erwachsene schneller in eine Schublade stecken, als wir denken.

Babys verallgemeinern einen ErwachsenenBabys verallgemeinern das wütende Verhalten eines Erwachsenen, auch wenn sich der soziale Kontext geändert hat. (Foto: Thinkstock)

So wie wir uns oft schnell eine Meinung über die Persönlichkeit des anderen bilden, insbesondere wenn es um negative Eigenschaften geht, bilden auch 15 Monate alte Säuglinge ähnliche Verallgemeinerungen über andere und versuchen, Erwachsene zu beschwichtigen, die sie für anfällig für Wut halten, sagt eine Studie.



Weiterlesen

  • Inder betrachten Kompatibilität, gegenseitiges Interesse als Faktoren bei der Suche nach einem Lebenspartner, Umfrageergebnisse
  • Weltherztag: Wie romantische Beziehungen Ihre Herzgesundheit beeinflussen
  • Fünf Möglichkeiten, toxisches Verhalten in Ihrer Beziehung zu erkennen
  • Drei Anzeichen dafür, dass jemand gut für dich ist und bei deinem persönlichen Wachstum helfen kann
  • Darf man in einer Beziehung flirten?

Unsere Forschung legt nahe, dass Babys alles tun werden, um nicht das Ziel von Wut zu werden, sagte die leitende Studienautorin Betty Repacholi von der University of Washington.



In diesem jungen Alter haben sie bereits einen Weg gefunden, um in Sicherheit zu bleiben. Es ist eine intelligente, adaptive Reaktion, sagte Repacholi.



Die Studie mit über 200 Säuglingen zeigte, dass 15 Monate alte Babys das wütende Verhalten eines Erwachsenen verallgemeinern, auch wenn sich der soziale Kontext geändert hat.

Die Forscher wollten sehen, wie sich das Verhalten der Babys in einer neuen Situation auswirken würde, wenn sie Babys der Wut eines unbekannten Erwachsenen auf einen anderen Erwachsenen aussetzen. Gehen die Babys davon aus, dass sich die ersten negativen Begegnungen wiederholen würden?



Wir wollten sehen, ob Babys die Wut, die sie zuvor gesehen haben, als einmaliges Ereignis behandeln oder ob sie es als Teil des Charakters der Person sehen, sagte Repacholi.



Unsere Forschung zeigt, dass Babys sorgfältig auf die emotionalen Reaktionen von Erwachsenen achten, bemerkte der Co-Autor der Studie, Andrew Meltzoff von der University of Washington.

Babys urteilen schnell, ob ein Erwachsener anfällig für Wut ist. Sie ordnen Erwachsene schneller ein, als wir dachten, betonte Meltzoff.



Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Developmental Psychology veröffentlicht.



Die Babys sind „Emotionsdetektive“. Sie beobachten und hören auf unsere Emotionen, erinnern sich daran, wie wir uns in der Vergangenheit verhalten haben, und nutzen dies, um vorherzusagen, wie wir uns in Zukunft verhalten werden. Wie lange diese ersten Eindrücke anhalten, sei eine wichtige Frage, stellte Meltzoff fest.