Studie zeigt, dass MRT Knochenmarkkrebs erkennen kann

Derzeit wird die Diagnose durch eine invasive Knochenmarkbiopsie und Histopathologie gestellt, um die Zellularität und die Retikulinablagerung im Knochenmark zu beurteilen.

Krebs, Knochenkrebs, MRT, Krebs-MRT-Scan, Knochenmarkkrebs, Knochenmarkkrebs MRT, Krebsstudie, Knochenmarkkrebs-Geschichte, Gesundheitsnachrichten, neueste NachrichtenDie Gruppe konnte zeigen, dass ein MRT einen präfibrotischen Zustand der Erkrankung mit einem klaren hellen Signal sowie eine fortschreitende Myelofibrose erkennen kann. (Quelle: Thinkstock Bilder)

Laut einer neuen Studie kann Knochenmarkkrebs mithilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) effektiv identifiziert werden, was die Art und Weise der Diagnose der Krankheit verändern könnte.



Knochenmarkkrebs (Myelofibrose) ist eine sich langsam entwickelnde Erkrankung, die durch vermehrte myeloische Zellen und im Falle einer primären Myelofibrose durch eine übermäßige Anzahl großer Knochenmarkszellen, sogenannte Megakaryozyten, gekennzeichnet ist.



Die Pathologie ist auch durch eine strukturelle Anomalie der Knochenmarkmatrix gekennzeichnet, die sich im Endstadium in einer übermäßigen Ablagerung von Retikulinfasern und vernetztem Kollagen im Knochenmark, einer Unterdrückung der normalen Blutzellentwicklung und einem Knochenmarkversagen manifestiert.



Derzeit wird die Diagnose durch eine invasive Knochenmarkbiopsie und Histopathologie gestellt, um die Zellularität und die Retikulinablagerung im Knochenmark zu beurteilen.

Forscher der Boston University School of Medicine (BUSM) in den USA entwickelten und testeten, ob eine T2-gewichtete MRT, eine der grundlegenden Pulssequenzen in der MRT, in einem experimentellen Modell Knochenmarkfibrose nachweisen könnte.



Die Gruppe konnte zeigen, dass ein MRT einen präfibrotischen Zustand der Krankheit mit einem klaren hellen Signal erkennen kann,
sowie progressive Myelofibrose.



Die Forscher schlugen vor, dass die Fülle großer Megakaryozyten zum Signal beiträgt, da in T2-gewichteten MR-Bildern ein erhöhter Wasser-/Protonengehalt, wie bei einer erhöhten Zellularität, eine hohe (helle) MR-Signalintensität ergibt.

Dies ist die erste Studie, die eine T2-gewichtete MRT in einem experimentellen Modell der Myelofibrose mit Untersuchung potenzieller Quellen des MRT-Signals bewertet, sagten die Forscher.



Unsere Studie liefert den Beweis für das Konzept, dass diese nicht-invasive Methode präfibrotische Stadien der Krankheit erkennen kann, sagte Katya Ravid, Professorin am BUSM.



Es ist faszinierend zu spekulieren, dass zukünftige Präbiopsie-MRT der menschlichen Pathologie in einigen Fällen Entscheidungen darüber leiten könnte, ob und wo eine Biopsie durchgeführt werden sollte, sagte sie.

Die Studie wurde in der Zeitschrift Blood Cancer veröffentlicht.



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