Kinder mit Sehproblemen sollten auf Anzeichen und Symptome von ADHS überwacht werden. (Foto: Thinkstock) Kinder mit Sehstörungen, die nicht mit Brillen oder Kontaktlinsen korrigierbar sind, haben im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne solche Störungen eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu diagnostizieren.
Kinder mit Sehproblemen sollten auf Anzeichen und Symptome von ADHS überwacht werden, damit diese doppelte Beeinträchtigung des Sehvermögens und der Aufmerksamkeit am besten angegangen werden kann, sagte die Hauptautorin der Studie, Dawn DeCarlo von der University of Alabama in Birmingham, USA.
Die Ergebnisse erschienen im Journal der American Academy of Optometry.
Die Forscher analysierten Daten von mehr als 75.000 Kindern (im Alter von vier bis 17 Jahren) aus dem National Survey of Children’s Health 2011-12, der von den US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten durchgeführt wurde.
Die Eltern wurden gefragt, ob ihnen jemals gesagt wurde, dass ihr Kind ein Sehproblem hat, das mit einer Standardbrille oder Kontaktlinsen nicht korrigierbar ist.
Beispiele für solche Zustände umfassen Störungen der Augenausrichtung oder Augenbewegung, wie Strabismus oder Nystagmus.
Eine aktuelle Diagnose von ADHS wurde bei 15,6 Prozent der Kinder mit Sehproblemen gemeldet, verglichen mit 8,3 Prozent der Kinder ohne Sehstörungen.
Die Ergebnisse liefern neue Hinweise darauf, dass Kinder mit Sehstörungen, die nicht durch Brillen oder Kontaktlinsen korrigierbar sind, eine höhere Prävalenz von ADHS aufweisen. Die Assoziation sei unabhängig von Unterschieden in Patienten- und Familienmerkmalen, heißt es in der Studie.
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