HIV-Patienten verlieren trotz Impfung die Immunität gegen Pocken, AIDS-Medikamente: Studie

Laut Forschern könnte dieser Zustand, der als HIV-assoziierte Immunamnesie bezeichnet wird, erklären, warum Patienten mit AIDS im Durchschnitt kürzer leben als ihre HIV-negativen Kollegen.

HIV, Pocken, Impfung, Gesundheit, Studium, Forschung, AIDS, Indian Express, Indian Express NewsForscher sagten, dass das Immunsystem von HIV-positiven Frauen, die eine antiretrovirale Arzneimitteltherapie erhielten, eine begrenzte Reaktion hatte, wenn ihr Blut dem „Vaccinavirus“ ausgesetzt war. (Quelle: Getty/Thinkstock)

Laut einer Studie, die zu neuen Interventionen gegen opportunistische Infektionen bei HIV-Patienten führen könnte, verlieren Menschen, die mit dem Humanen Immunschwächevirus (HIV) infiziert sind, die Immunität gegen Pocken, selbst nachdem ein Großteil ihres Immunsystems durch eine medikamentöse Therapie wiederhergestellt wurde.



Laut den Forschern, darunter auch von der Oregon Health & Science University in den USA, könnte dieser Zustand, der als HIV-assoziierte Immunamnesie bezeichnet wird, erklären, warum Patienten mit AIDS im Durchschnitt ein kürzeres Leben haben als ihre HIV-negativen Kollegen, obwohl sie eine medikamentöse Therapie erhalten.



Die im Journal of Infectious Diseases veröffentlichte Studie verglich die T-Zell- und Antikörperreaktionen des Immunsystems von insgesamt 100 HIV-positiven und HIV-negativen Frauen, die in ihrer Jugend gegen Pocken geimpft wurden.



Basierend auf den Ergebnissen sagten die Forscher, dass das Immunsystem von HIV-positiven Frauen, die eine antiretrovirale Arzneimitteltherapie erhielten, eine begrenzte Reaktion hatte, wenn ihr Blut dem im Pockenimpfstoff verwendeten „Vaccinavirus“ ausgesetzt war.

Sie sagten, dass diejenigen, die gegen Pocken geimpft sind, normalerweise CD4-T-Zellen haben, die sich an das Virus erinnern und in großer Zahl reagieren, wenn sie erneut ausgesetzt werden. Frühere Studien hatten gezeigt, dass diese für das Pockenvirus spezifischen Immunzellen bis zu 75 Jahre nach der Impfung erhalten bleiben. Aber in der aktuellen Studie waren HIV-positive Patienten trotz antiretroviraler Therapie, die die CD4-T-Zellzahl erhöht, anfällig für eine Pockeninfektion.



Laut den Wissenschaftlern deutet dies darauf hin, dass die antiretrovirale Therapie zwar die Gesamtzahl der T-Zellen insgesamt erhöhen kann, jedoch keine virusspezifischen T-Zellen, die aus früheren Impfungen im Kindesalter stammen, wiedergewinnt.



Das Forschungsteam will evaluieren, ob die gleichen Erkenntnisse auch für HIV-infizierte Männer gelten und ob Menschen mit HIV auch das Immungedächtnis gegen andere Krankheiten verlieren.

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